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Transgender: trans (lateinisch) -> jenseitig und gender (englisch) -> soziales Geschlecht
Transgender sind also Menschen, die zeitweise oder dauerhaft im "jenseitigen" sozialen Geschlecht leben.
Das Wort Transgender wurde 1978 erstmals von Charles (Virginia) Prince verwendet. Mit diesem Begriff wollte er, weg vom medizinischen Modell, wie es zum Beispiel von dem deutsch-amerikanischen Forscher und Endokrinologen Harry Benjamin vertreten und gelehrt wurde, distanzieren und einen neuen Lifestyle propagieren. Er bezeichnete ursprünglich mit diesem Wort Menschen, die gegengeschlechtliche Hormone nahmen, sich aber dennoch keiner Geschlechtsangleichung unterziehen lassen wollten. Menschen, die ihr Leben "zwischen den Geschlechtern" als besonderen Lifestyle oder neues queeres Lebensmodell betrachteten oder verstanden. Er machte übrigens nie ein Geheimnis daraus, dass er für Menschen, die sich ihrem wahren Geschlecht operativ und hormonell angleichen ließen, keine Sympathien hegte. Menschen wie Charles Prince gibt es übrigens auch heute noch. Nach und nach wurde diese konstruierte Begrifflichkeit "Transgender" dann verheerenderweise von verschiedensten Organisationen und selbsternannten "Fachleuten" adaptiert, bis diese Bezeichnung schlussendlich als Oberbegriff für alles herhalten musste, was zwischen den Geschlechtern zu stehen scheint. Vom Transvestiten bis zur Drag-Queen oder dem Damenwäschefetischisten, sie alle nennen sich heutzutage Transgender.
Menschen, die vom Harry Benjamin Syndrom (echter Transsexualismus) betroffen sind, lehnen diese schwammige Begrifflichkeit verständlicherweise ab. Sie gehören in diesen Topf schlichtweg nicht rein. Ein Mensch, der mit HBS geboren wurde, ist von der geschlechtlichen Gehirnkodierung her bereits seit Geburt weiblich oder männlich, nicht mehr und nicht weniger! Das Harry Benjamin Syndrom (echter Transsexualismus) sucht man sich nicht als Lebensmodell aus. Mit HBS wird man bereits geboren! Zahlreiche Hinweise, Abhandlungen, Studien und Forschungsergebnisse, die es bisher zu diesem Thema gibt, belegen, dass HBS in erster Linie ein kongenitales, pränatal entstandenes körperliches Problem ist.
Betroffene Menschen, die das Unglück hatten, als Frauen oder Männer mit gegengeschlechtlichen Genital-, wie auch anderen körperlichen, gegengeschlechtlichen Fehlentwicklungen in diese Welt geboren worden zu sein, können keine Transgender sein. Es geht diesen Menschen nicht darum, im "jenseitigen sozialen Geschlecht" oder einer „jenseitigen Identität“ (Transidentität) leben zu wollen. Nein, ganz im Gegenteil, die davon betroffenen Menschen wollen in ihrem richtigen, authentischen, stimmigen sozialen Geschlecht leben und nicht in einem "Jenseitigen"!
Zumindest betroffene Menschen, die wirklich "angekommen" sind, leben in der Regel in ihrem richtigen, angestammten, authentischen, ihrem Gehirngeschlecht entsprechenden sozialen Geschlecht. Diese Frauen und Männer haben ihr soziales Geschlecht nie geändert, geschweige denn gewechselt. Vielmehr sind viele dieser betroffenen Menschen oftmals seit frühester Kindheit durch Erziehung und gesellschaftlichen Druck, wie auch Zwang, in eine völlig falsche, für sie absolut unwirkliche, unstimmige und unpassende geschlechtliche Sozialisation gedrängt und gezwängt worden, bevor sie sich endlich wieder aus dieser falschen, anerzogenen, zwanghaft auferlegten und aufgedrängten Umklammerung befreien konnten. Mangels Früherkennung und Verständnis, wie auch fehlender Förderung, haben nämlich leider nur wenige Betroffene das Glück, sich seit frühster Kindheit frei, ungezwungen und offen, ihrem Gehirngeschlecht entsprechend entwickeln zu dürfen. Vielmehr wurden die Betroffenen fast immer in eine für sie komplett falsche, "jenseitige" Sozialisation gedrängt, die sie spätestens mit ihrer Angleichung abstreifen. Das ist ein gewaltiger Unterschied zu Transgendern!
Ein Mensch, der zeitweise oder dauerhaft sein soziales Geschlecht wechselt, weil er es nicht bindend findet oder sonst gerne damit kokettiert, irgendwelche Geschlechtergrenzen aufbrechen zu wollen, würde man wohl als Transgender bezeichnen dürfen. Ein Mensch hingegen, der die ihm oftmals seit frühester Kindheit aufgedrängte, aufgezwungene, anerzogene, falsche geschlechtliche Sozialisation abstreift, um auch endlich seinem Gehirngeschlecht entsprechend in seinem authentischen, richtigen sozialen Geschlecht leben zu dürfen, kann beim besten Willen kein Transgender sein. Das gibt der Wortstamm dieser Begrifflichkeit noch nicht einmal her. Das ist auch einer der Gründe, weshalb diese Begrifflichkeit von betroffenen Menschen weltweit als für sie nicht bezeichnend abgelehnt wird. Schon aus Respekt davor, wäre es nicht korrekt, diese Menschen als Transgender zu bezeichnen.
Diese Differenzierung soll aber absolut wertfrei verstanden werden. Es gibt weder eine Rangordnung noch ein "Besser" oder "Schlechter" zwischen den vielen Gruppierungen, Problematiken, Syndromen, wie auch Beweggründen, die teilweise verschiedener/unterschiedlicher nicht sein könnten. Wer sich gerne als Transgender bezeichnet, darf das gerne machen. Wenn sich jemand anhand dieser Bezeichnung jedoch falsch oder nicht richtig beschrieben und verstanden fühlt, weil es schlichtweg nicht auf sie/ihn zutrifft, muss das natürlich ebenso respektiert werden. Alles andere könnte als Diskriminierung gewertet werden.
Und hier nochmals das Ganze kurz zusammengefasst: Ein Mensch, der zum Beispiel zeitweise oder dauerhaft in die gegengeschlechtlich soziale Rolle "hinüber" wechselt (mit oder ohne körperliche Teil-Angleichungen), könnte man durchaus als Transgender bezeichnen. Ein Mensch hingegen, der das Pech, beziehungsweise das Unglück hatte, mit gegengeschlechtlich entwickelten Genital-, wie auch anderen körperlich gegengeschlechtlichen Fehlentwicklungen geboren worden zu sein, kann kein Transgender sein. Vielmehr handelt es sich dabei um einen Mensch, der aufgrund seiner sichtbaren, gegengeschlechtlichen Genital- und gegengeschlechtlich entwickelten körperlichen Fehlentwicklungen einem falschen Geschlecht zugewiesen/zugeordnet wurde (Hebammengeschlecht). Daraus resultiert dann oftmals eine anerzogene, aufgezwängte und von den Betroffenen als falsch empfundene Geschlechtsrollensozialisation, aus der sich die betroffenen Menschen erst wieder befreien müssen. Manche brauchen dafür Jahrzehnte. Das macht diese Menschen aber mitnichten zu Transgender. Nach der Befreiung und dem Ablegen ihrer falschen, anerzogenen Geschlechtsrollensozialisation, verwandeln sie sich also nicht etwa auf wundersame Art und Weise zu Transgendern, sondern leben vielmehr in ihrem richtigen, authentischen, sozialen Geschlecht. Das ist ein gewaltiger Unterschied!
Von diesen betroffenen Menschen wird für gewöhnlich eine ganzheitlich körperliche Geschlechts- und Genitalangleichung angestrebt, mit der das Leid (Leidensdruck), unter anderem ausgelöst durch diese schmerzlich empfundene Diskrepanz zwischen dem unpassend entwickelten Körper und dem eigentlichen Gehirngeschlecht (Gehirn, Seele, Identität, für diejenigen, die solche Wortumschreibungen bevorzugen), in vielen Fällen überwunden werden kann und die Betroffenen so ein normales, unauffälliges Leben als Frauen oder Männer führen lässt. Diese Menschen sind keine Transgender, sondern Frauen und Männer, bestenfalls mit einem angeborenen Handicap, aber nicht mehr und nicht weniger! - Wir sind keine Transgender - HBS (echter Transsexualismus) hat überhaupt nichts damit zu tun!
- Wir sind nicht krank oder gestört - Man erkrankt nicht an HBS (echte Transsexualität), sondern wird damit geboren!
- Wir sind keine Modeerscheinung - HBS (echter Transsexualismus) ist keine Lebensart, kein neuer Lifestyle, kein queeres Lebensmodell!
- Wir ändern unser Geschlecht nicht – Wir wurden bereits als das geboren, was wir sind, als Frauen und Männer. Betroffene Frauen und Männer, die mit HBS (echter Transsexualismus) geboren wurden, lassen lediglich gegengeschlechtlich entwickelte, körperliche Fehlentwicklungen korrigieren/angleichen. Es handelt sich dabei also nicht etwa um eine „Geschlechtsumwandlung“, sondern um äußerliche Anpassung/Angleichung durch hormonelle und chirurgische Geschlechts- und Genitalangleichende Eingriffe.
Das Harry Benjamin Syndrom (echter Transsexualismus) ist ein neuro-biologisch, medizinisch erklärbarer, angeborener Zustand, ein körperliches Problem. Aus Sicht der Betroffenen dennoch mit eindeutiger geschlechtlicher Zuordnung, bei einer Frau trotz männlich-körperlicher Geschlechtsmerkmale oder bei einem Mann trotz weiblich-körperlicher Geschlechtsmerkmale. HBS (echter Transsexualismus) ist keine (Trans-)Identität. Ein betroffener Mensch (HBS) strebt in der Regel ein Leben innerhalb einer zweigeschlechtlichen Geschlechterordnung an.
Menschen, die mit HBS (echter Transsexualismus) geboren wurden, gehören weder zum dritten Geschlecht, noch stehen sie zwischen den Geschlechtern. Wir sind ganz normale Frauen und Männer. Demnach ist es verständlicherweise auch unser innigster Wunsch, unser Bedürfnis und unser Anspruch, als solche leben zu dürfen, ohne beständig von anderen Gruppierungen, die nichts mit unserer Problematik zu tun haben, für ihre Zwecke vereinnahmt zu werden. Mit dem Harry Benjamin Syndrom wird man geboren, man hat es sich nicht ausgesucht. Mit einem bunten, queeren Lebensmodell hat HBS jedenfalls nichts zu tun. Wir brauchen und wollen keine Stempel oder Schubladen, die man uns ungefragt aufdrückt oder in die man uns steckt. Wir sind einfach nur Männer und Frauen. Nicht mehr und nicht weniger!
Nochmals: Die strikte gesunde Trennung, Differenzierung und Abgrenzung zu Transgendern soll nicht als Ausgrenzung und Intoleranz verstanden werden. Nur weil Betroffene es ablehnen, von Transgendern ungefragt zu Transgendern erklärt zu werden, heißt das noch lange nicht, dass man etwas gegen Transgender hätte oder sich gar als was besseres sieht.
Ein Mensch, der mit dem Harry Benjamin Syndrom geboren wurde (echter Transsexualismus), ist kein Transgender! Diese Seite als PDF-Datei downloaden:
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